Donnerstag, 19. September 2019

ganz schön okay

falls sich jemals wieder eine person auf meinen blog verirrt, hör dir unbedingt ganz schön okay von casper und kraftklub an.
es ist fantastisch. und spiegelt meine momentanes inneres gefühl wider.
für jene, die in zukunft ein wenig einblick in meine gedankenchaos mein zukunfts-ich, die nachlesen will, wie mein jahr noch so verlaufen ist.
ich schreibe hier nämlich nur für mich. wird mir heute einmal mehr klar.

meine karriere als texterin wird nie abheben und wahr werden, aber das ist okay so.
ich habe meine wunschausbildung hinbekommen und abgeschlossen. aktuell trete ich etwas auf der stelle und bekomme meinen arsch ein wenig zu wenig hoch um richtig durchzustarten.
aber es gehören eben auch mieten bezahlt und essen eingekauft. der traum muss nur noch ein wenig durchhalten.

immerhin kann ich mein studium endlich anwenden und bin restlos begeistert von der tatsache, dass ich wieder liebe in dem ganzen finde. gegen ende von meiner ehemaligen heimatsstadt hatte ich die nase so voll, wollte sehnlichst weg.

nun zu etwas schwermütigerem.
ich bin noch nicht über meinen schatten gesprungen. ich habe so meine vermutungen, was ich im märz meinte.
dieses "ich muss" hat mich völlig eingeschränkt. also habe ich weiter mauern aufgebaut.
weggeschoben. verdrängt.

jetzt gerade. frisch umgezogen. wieder in einer wg. lerne ich langsam auf- zu machen.
ich laufe nicht mehr weg vor der inneren konfrontation meiner probleme, auch wenn der anblick mich stresst und innerlich versteifen lässt.

meine mitbewohnerin ist so wundervoll, dass ich keine worte finde.
so offen, so reflektiert. so voll von gefühlen, dass ich immer wieder staune, wo die herkommen.
ich nehme mir an ihr ein vorbild. ich sollte meinen kopf viel öfter ausschalten und einfach springen.

wenn nur nicht dieser schatten wäre.

vielleicht lasse ich ihr irgendwann mein gelabere hier lesen. wenn mir zumute ist danach meine seele zu offenbaren. oder so.
sie weiß längst mehr als hier verfügbar und doch vieles nicht.
dinge, die nur zwischen den zeilen sinn machen, so ohne kontext.

hier gebe ich mein scheitern viel ehrlicher zu als im realen leben. da zwinge ich mich stark zu bleiben, mich wieder einzukriegen.

nur wenn ich alleine bin, eine tastatur vor meiner nase, gestehe ich.
viel mehr sogar als mit der hand in meinem tagebuch. was ich übrigens furchbar finde.
wie selten ich schreibe, vor allem tagebuch.

irgendwie hab ich nur diesen innerlichen zwang alles loszuwerden, dieses ventil des schreibens ganz und gar auszuschöpfen, dass ich diesem anspruch nicht gerecht werden fürchte und deswegen gar nicht schreibe.

meine ansprüche an mich selbst sind segen und fluch zugleich.
einerseits sind ziele gut. träume. sich sachen überlegen und planen.
andererseits schränke ich mich in der tatsächlichen umsetzung ein, indem ich eine elendslange liste im kopf habe, die mich stresst und hindert.

diese balance zwischen erwartung und ehrgeiz vs. zu viel kann ich sehr schlecht.
scheiß leistungsgesellschaft. schimpft sich an der stelle hier gut.

alles in allem komme ich immer mehr bei mir selbst an. und liebe mich sehr.
was so verdammt wichtig ist.

und so schade, wie lange es dauert. und gleichzeitig gut, dass der weg nie zu ende ist, da ich grinsen muss an diese ganze selbstliebe, die noch auf mich wartet in mir.

ist das womöglich ein weiterer post voll mit geschwafel? auf jeden fall.
ich werde ihn direkt posten.
scheiß auf durchlesen und überlegen.

am besten finde ich jene worte von mir, die impulsiv und spontan kommen.


oh und der herbst ist da. das liebe ich auch sehr. um so richtig random abzuschließen.

Dienstag, 26. März 2019

innerliches chaos

beinahe ein jahr später sitze ich vor dem laptop und denke endlich daran hier mal wieder was reinzuschreiben.
ich habe mich abgekapselt. ganz gewollt.
weil es einige dinge gibt, die ich nicht besprechen will. deren realität ich nicht ins auge sehen will.
die ich schlichtweg vor mir verleugne.

ganz oben auf der liste steht etwas, das ich in den kommenden tagen änderen werde. nicht will, sondern werde.
ansonsten bleibe ich weiterhin diese feige blasse version von mir, die ich in den letzten monaten geworden bin.
eine version von mir selbst, die ich nicht wiedererkenne.
und eine, die ich nicht mehr als standard annehmen will.
schluss, aus ende.

ich bin bald ein jahr hier in der stadt und muss mich endlich meinen alten schatten und neuen barrieren stellen. beide sind von mir selbst errichtet und gehören angesprochen.
durchgegangen, eine lösung erarbeitet und abgeschlossen.

nicht weiter verdrängen, nicht wahrhaben und außen vor lassen. dieses spiel spiele ich seit über einem jahr mit manchen themen.

nope. 2019 wird kein jahr wie das letzte.

ich will werde meinen verdammten arsch hochbekommen und wieder rückrat haben. meine brüchige selbstdisziplin neu entdecken um allem voran mir wieder ohne schlechtes gewissen selbst in die augen sehen zu können.

dies hier ist kein appell sondern ein vertrag mit mir selbst, den ich nicht brechen werde.

kopf hoch, schultern zurück und rein in das chaos.

Dienstag, 10. April 2018

priorität: ich.

ist es lächerlich am geburtstag auf mitternacht zu warten, und eine leere zu fühlen wenn das handy stumm bleibt?
ich finde ja.
vor allem, da ich kein geburtstagsmensch bin, kein tamtam darum mache, dass ich seit genau dem tag die welt mit meiner anwesenheit beehre (und so sätze von mir gebe zum beispiel).
dennoch kann ich das gefühl nicht abschütteln. es ist da. und drückt wie ein stein im schuh, der bügel im bh, der in die haut einschneidet, der zu straffe zopfgummi in den haaren.

und es stört mich, dass es mich stört. aber das gefühl überrascht mich nicht.
die leute wissen, dass ich keinen großen wert auf meinen geburtstag lege. 23 ist eine stinklangweilige zahl. nichts besonders.
nur für mich. für mein selbstwertgefühl.
vor einem jahr war ich noch am boden zerstört. mein vergangenes jahr war hart.

momentan habe ich vermutlich luxusprobleme. vor allem das aktuelle "mimimi, ich habe geburtstag seit einer halben stunde und noch keine hundert nachrichten bekommen."
wtf?
seit wann denke ich so?
ich habe extra nirgends online - stichwort fb - das datum angegeben um nicht jahr für jahr unpersönliche glückwünsche von menschen zu lesen, mit denen ich keinen kontakt habe.

vielleicht ist es mir deshalb umso wichtiger ehrliche gedanken zu lesen, zu spüren, dass leute an mich denken. meine leute. meine freunde.
das ist doch absurd. einige sehe ich heute sowieso!

ich denke, das alles hat wenig bis nicht mit meinem geburtstag zu tun, sondern viel mehr über meine schwirrenden gedanken zum thema gleichgewicht in einer freundschaft.
ich bin einige male ziemlich unsanft auf den boden der tatsachen geholt werden, dass ich mehr an menschen denke, als sie an mich.
ich mir mehr gedanken mache wie es ihnen geht, versuche sie zu treffen, als umgekehrt.
damit meine ich nicht ständige aufmerksamkeit. darin bin ich selbst grottenschlecht. oder durchgehende nähe. kann ich nämlich auch nicht.

aber ist es nicht für jede person schön zu lesen, dass jemand an sie denkt?
irgendwann habe ich geschnallt, dass ich mal warten sollte wer an mich denkt. wer sich meldet.
tha. wow.
manche freundschaften hatte ich mit der seltenen kontaktaufnahme meinerseits ruiniert. vor allem eine. ich weiß das.
ich sitze hier also im glashaus und schmeiße wie wild mit steinen um mich. und wundere mich, warum es weh tut.

oder?

hm. teils teils.

so momente wecken erneut die frage in mir, was andere haben und ich nicht, dass sie im gedächtnis verbleiben. dass sich leute melden. ob es andere umgedreht haben, immer melden sich menschen bei ihnen und sie sich nicht?
ich kann mir die position irgendwie nicht vorstellen.

wow bin ich selbstgerecht. ich, die selbst in letzter zeit tagelang für einfache antworten braucht, weil ich langsam aber sicher wahnsinnig werde mit der onlinekommunikation.
dann kommt ein tag, an dem ich aufmerksamkeit will, wenngleich ich zuvor ständig allen erklärte, wie sehr ich mich freue, wenn das handy mal stumm bleibt.

was will ich eigentlich damit bezwecken? wie sollte sich da jemand auskennen?

ich wollte - beim tippen des titels - zu dem schluss kommen, dass ich meine freundschaften neu durchdenken sollte. was ist eine enge freundschaft? was eine flüchtige?
stattdessen erkenne ich jetzt, dass ich eingebildet klinge. so sehr nach einer person, die nicht weiß was sie will.

ich will mich dennoch priorisieren. mich vor andere stellen. mein glück vor das anderer. mich nicht mehr so nach anderen richten, dass es ihnen gut geht, dass ja alle zufrieden mit der situation sind. egal, ob ich dann ausgelaugt neben mir stehe.
heute erst recht. ein wenig mehr egoismus für mich. pah. ich mag das wort nicht.

Samstag, 20. Januar 2018

count down

die finalen 11 tage meines studiums sind eingeläutet. ich habe die bücherstapel für meine arbeit neben mir stehen. und entscheide mich jeden tag erneut für etwas anderes.

langsam aber sicher läuft die zeit aus. der sand im oberen teil des uhr verringert sich.
ich sehe jedes sandkorn unbeirrbar abstürzen in die untere hälfte. nichts handfestes hindert mich daran anzufangen, zu schreiben. den sand zu nutzen. die verbleibenden tage.
stattdessen entscheide ich mich aktiv und voll bewusst für andere dinge. schließe die aktuelle situation hinter einer mauer aus. nicht ein. ich schließe mich ein.
und frage mich, wie es sein wird wegzuziehen. weiter zu ziehen. neu zu beginnen.

morgen dann. aber wirklich. ohne ausreden.
ganz bestimmt.

Donnerstag, 28. Dezember 2017

melancholie

endlich weiß ich, was ich fühle.

ich wollte heute nicht hierher fahren. ich wollte zuhause bleiben. fernab meiner realität. meine gedanken haben mich dort eingeholt. ich merke, wie ich untergehe. und nichts dagegen tun kann. ich fühle mich gelähmt. zu vieles zieht mich hinab in die tiefe des wassers. meine gedanken wühlen es auf zu einem sturm. die wellen brechen immer wieder über meinem kopf, wenn ich versuche zur wasseroberfläche zu gelangen um meine lungen mit luft zu füllen. ich merke, wie ich langsam aufgebe zu kämpfen. zu versuchen. ich lasse mich treiben.
immer weiter hinab in die untiefen meiner melancholie. es ist kalt. aber ruhig. ich genieße die ruhe nach dem sturm meiner gedanken an der oberfläche. es ist friedlich hier inmitten der dunkelheit.

ich versuchte meinen gedanken raum zu geben, den sturm zu ertragen. schließlich ebnet ein sturm irgendwann wieder ab. ich versuchte durch den orkan zu gehen. die schiere gewalt hat mich überwältigt. auf den boden der tatsachen geworfen. ich musste unterschlupf im wasser suchen. doch dort bin ich ebenso unsicher. unsicher vor meinen mentalen abgründen.

bisher hat raum geben den inneren sturm abgewiegelt. verbessert. das schlimmste verhindert. mich vor dem ertrinken in mir selbst bewahrt. und jetzt. bin ich gesprungen. mit dem sturm im rücken. die tiefe vor mir schien ertragbar. oh wie fehlgeleitet ich war.

ich hab alte gewohnheiten wieder aufgenommen. jene, die mich noch tiefer ziehen. ein empor unmöglich erscheinen lassen. ich bin mein schlimmster feind. ich kann nicht damit aufhören zu sinken. mein scheitern ist fakt. keine möglichkeit. ein ausbruch so weit weg. mein selbst ertränkt mich. der fehlende sauerstoff intensiviert die müdigkeit am leben. ich sollte angst haben vor so gedanken. stattdessen registiere ich sie nur schulterzuckend.

das wasser dämpft den sturm. und so weit unten merke ich keine wellen mehr, die mich zuvor herumwirbelten. mich panisch machten. hier ist alles ruhig. dunkel. gedämpft.
ich muss nichts. ich schwebe durch die langersehnte stille.
und begrüße die dunkelheit.

Dienstag, 19. Dezember 2017

konfrontation liegt mir nicht

ich war auf der suche nach einem film, den ich mir jetzt ansehen könnte. wegen fehlender einfälle googlete ich filmvorschläge, wählte die erste seite aus, die eine zufällige auswahl trifft für mich.
the martian. ich schlucke, eine dumpfe erinnerung drängt sich hoch.

ich suche auf netflix. suche auf amazon prime. denn ich hab angebot im überfluss und bin nicht fähig mich zu entscheiden. der film ist nicht verfügbar ohne zu bezahlen.

zurück auf der seite, realisiere ich, dass ich jeden film, den ich mit ihm gesehen habe, nicht wieder sehen will. dass ich froh bin, dass the martian nicht verfügbar ist. ich hab ihn mit ihm gesehen, damals im kino. 2016.

offensichtlich bin ich noch nicht wieder ganz. mit mir alleine.

jetzt sitze ich in meinem bett. innerlich zerrissen wie so oft.

es ist in diesem monat bisher so viel passiert, das mich überfordert hat. ich sperre alles hinter einer mauer ein. ich will mich nicht damit beschäftigen. es nicht wahrhaben, wie sehr ich am ende bin. ich hab noch sechs wochen in dieser stadt durchzustehen. bis es endlich vorbei ist.

ich im wahrsten sinne des wortes weiterziehen werde. to move on. das trifft es am besten. ich stecke fest. kann nicht nach vorne ohne das hinter mir mitzunehmen. die wand macht alles noch schwerer. ich sollte mich damit konfrontieren. zulassen zu denken.
aber ich gebe mir selbst keine zeit dazu.
in der angst, dass ich mir damit einen riesenrückschritt eingestehen muss. dass ich nicht so taff bin, wie ich gern wäre. dass ich nicht glücklich bin alleine. ich will. das. so sehr. stark sein.

ich will nicht. ich will nicht wahrhaben, dass ich vor allem davonlaufe. der uni. meinen gedanken. meinem umfeld. die angebote darüber zu reden schlage ich aus. "ich denke, ich bin nicht bereit dazu"
bullshit. ich bin feig. das ist alles.

denn ich spüre, wenn ich die innerliche wand berühe, dass ein sturm dahinter wartet. einer, den ich im augenblick nicht verkraften kann.
einer, der mich in die knie zwingen wird, wenn ich endlich wieder gelernt habe mich aufzurichten.
nicht mehr am boden zu liegen.

Montag, 20. November 2017

doppelt hält besser

ich laufe gegen eine wand. immer wieder. es fehlt die tür . es hört momentan nicht auf.

ich will mal wieder einen lichtblick in dem dunklen wald.
ich versuche so sehr optimistisch zu sein, dass die batterie aus ist. es reicht.

ich will weg. weiter. woanders hin. ich hab die nase voll. ich nehme das jetzt erst recht als zeichen, dass es zeit ist aufzubrechen. aufzuhören es zu versuchen. einen neuen weg zu probieren. das hier abzuschließen und neu zu beginnen. auf wiedersehen zu sagen.
mein potential hier ist ausgeschöpft. immer wieder erinnert mich das hier an dinge, die mich traurig machen. ich will diesen dingen die bedeutung absprechen, vor allem aber ihre macht mich zu betrüben. ich bin so viel glücklicher bereits. so viel weniger traurig.

ich würde mich gerne selbst davon überzeugen, dass heute nur ein weiterer scheißtag ist, in dem schmalen buch der gesammelten scheißtage meines lebens, während der wälzer der guten tage schon unruhig darauf wartet, dass ich neue seite entdecke. im morgen. im dort.

diese überredung kann ich aber nicht mehr, denn es reicht. ich bin bereit weg zu gehen. ich fliehe nicht vor dem hier, wie ich anfangs dachte, und mich heftigst dagegen sträubte. ich werde ein kapitel abschließen. archivieren, weglegen. zu ende gehen lassen. einsehen, dass es ein ende ist.

nach vorne sehen, mich freuen auf vieles. so vieles. neues. bekanntes. vergessenes. leute, die zu kurz kamen durch die distanz. ich bin bereit. zum absprung. nach vorne. in das morgen. das dort.

Montag, 13. November 2017

montag

sorry ich muss einen rant loswerden. heute is so gewaltig der wurm drin, wie schon lange nicht mehr an einem tag. und es ist ausgerechnet montag. der immer so als sündenbock für alles das schief geht gerade stehen muss.
ich hab wirklich versucht dem montag eine faire chance zu geben, die gefühlt tausendste. immerhin hab ich dieses semester - mein letztes hier an der uni - erst ab 13 uhr uni, einen spannenden kurs und somit wurde der frieden gewahrt.

aber heute? ernsthaft?
ich hab mich so dermaßen auf meine pläne gefreut - seit monaten. und dann wird es nichts. ganz klassisch. ach weißte was? dein plan für morgen, den zerstör ich dir schon heute, damit du genug zeit hast dich zu ärgern.

ich hab es wirklich versucht. aber so wird das nichts mit uns. nicht mal als lose bekanntschaft. ich kann dir nichts anvertrauen, wenn du mich immer enttäuscht. du verdammter montag.

und jetzt - werde ich erwachsen mit den thema umgehen, dem freund gute besserung wünschen und nach vorne schaun. möglicherweise gehe ich morgen allein aufs konzert. passiert auch mal. wäre nicht das erste mal.